FAQ


Nachfolgend eine FAQ mit den interessantesten Fragen. Gerne ergänze ich diese, wenn mich weitere erreichen.

Wie gehst du beim Schreiben vor?
Meistens bereite ich mich intensiv vor, lasse die Geschichte in meinem Kopf entstehen, gebe den Figuren Namen, wähle fiktive Orte aus und hauche den Charakteren mit Hintergründen und bestimmten Geschehnissen oder Eigenschaften Leben ein. Ich kreiere neben einem Lebenslauf auch den Ablauf der Geschichte, der dann "abgearbeitet" und in die Handlung integriert wird.
Mein Grundrezept lautet:
Stelle dir vor, du lebst in einer heilen Welt. Alles ist perfekt, bis du zu einem bestimmten Punkt kommst. Von da an wird dein Leben zu einem Albtraum.
Ich hatte es mal in einem Interview erwähnt: zu den Grundzutaten meiner Bücher gehören fleischfreie Ernährung und ein homosexuelles Umfeld. Die Vorstellung einer z.b. komplett schwulen Welt mit Vegetariern oder Veganern, die das heile Leben symbolisieren, ist heutzutage ziemlich beruhigend. Um Spannung hineinzubringen breche ich dort jedes Mal ein und lasse Terror und Vernichtung wüten.

Was macht dir am Schreiben den meisten Spaß?
Seit meiner ersten bösen Romanfigur liebe ich diese gewissen Stellen und tobe mich dort richtig aus. Dort lasse ich vieles einfließen, was mich gedanklich auf irgendeine Weise beschäftigt. So sind viele Sätze ziemlich hintergründig und beziehen sich auf ein zeitloses Stück Realität.
Die Feinzüge eines bösen Protagonisten herauszuarbeiten, ist für mich sehr spannend und immer eine Abwechslung zu den anderen Figuren.
Ab und an durchlebe ich richtige Lachflash´s beim Lesen, einfach, weil manche Stellen im Manuskript so schrecklich mehrdeutig sind. Ich stelle mir dann vor, dass die Leser das später nicht einmal realisieren. Wenn es zu lustig wird, ändere ich die betroffene Stelle etwas ab, damit man sich nicht plötzlich in einem ironischen Buch wiederfindet. Einige dieser lustigen Stellen lasse ich aber auch bestehen.
Wenn mich dann beim Schreiben ein Lachflash erwischt, muss ich tatsächlich aufhören, weil ich sonst keine bösen Formulierungen mehr hinbekomme.

Was gefällt dir als Autor- und was nicht?
Mir gefällt, dass ich Dinge, die mich bewegen, in eine (gute) Geschichte verpacken kann, wenn mein eigener Stil bei den Lesern ankommt und sie sehnsüchtig auf Neuerscheinungen warten. Ich weiß, was meine Bücher bieten und liebe es, neue Welten zu erschaffen, die alle gewissen Spielregeln folgen. Leser können sich so von ihren eigenen Problemen ablenken.
Schrecklich ist es für mich, wenn Leser ein Buch in die Ecke werfen und es vergessen.
Ein gutes Buch sollte nicht nur einmal gelesen und dann vergessen werden.

Weshalb agieren manche deiner Charaktere merkwürdig? Liegt da ein Fehler vor?
Mir ist bewusst, dass einige Stellen fragende Gesichter zurücklassen. Etwa, wenn ein (offensichtlich) schwuler Charakter plötzlich homophob wird. Solche Dinge liebe ich und werfen beim Lesen die Frage auf, wieso die Figur so handelt. Meine Bücher sollen eben zum Nachdenken anregen. Als Widerspruch empfinde ich es ebenfalls, wenn ein (scheinbarer) Pflanzenfresser zum menschlichen Mörder wird. Da gibt es teilweise recht absurde Situationen, welche meine Figuren durchleben müssen.

Wieso werden in deinen Geschichten so oft (kleine) Tiere gequält? Du bist doch Veganer!
 Eben deswegen! Als Autor habe ich die wunderbare und wertvolle Möglichkeit, auf Missstände aufmerksam zu machen. Es ist nicht in Ordnung ein Tier zu quälen oder zu töten- auch nicht auf dem Teller. Mit diesen Inhalten möchte ich die Leser dazu anregen, auf ihre Umwelt zu achten, Tierqual nicht zu unterstützen und verdeutlichen, wie krank es ist, Tiere nicht wie Lebewesen zu behandeln.
 Meistens sind es übrigens Kleintiere, wie Mäuse, Hamster oder Katzen, die einigen meiner Figuren zum Opfer fallen. Vermutlich greife ich immer wieder auf diese Tierarten zurück, weil sie von ihrem Äußeren her schon zerbrechlich und beschützenswert wirken. Es ist eben egal, um welches Tier es geht: ob Ameise oder Braunbär: jedes Lebewesen hat das Recht angemessen zu leben.

Welche Werte möchtest du deinen Lesern vermitteln?
Neben dem angesprochenen Tierschutz, möchte ich aufzeigen, dass es ganz normal ist, anders zu sein. Ob lesbisch, schwul, Vegetarier oder Veganer: alle sind gleichwertige Menschen.
Daneben ist es mir immer ein Anliegen Literatur für LGBT´s zu schaffen, die selbstverständlich von allen gelesen werden kann.

Warum spielen deine Geschichten immer in Amerika?
Ich finde Deutschland als Handlungsort einfach langweilig! Man kennt das nicht nur aus Büchern, sondern auch aus dem Fernsehen. In Amerika ist alles irgendwie größer/ selbstverständlicher/ moderner/ schräger. Diesen Umstand nutze ich in meinen Werken. Als einziges Buch habe ich Schokosucht in Deutschland spielen lassen- und passend dazu auch mit Klischees nicht hinter dem Berg gehalten. Aber ich siedle meine Geschichten nicht nur in Amerika an, sondern gehe mit ihnen auch nach London oder Irland...

Weshalb gibt es deine Bücher nur als E- Books?
Mir liegt der Umweltschutz am Herzen. Ein Buch wird in der Regel ein einziges Mal gelesen- dafür ist das Papier viel zu schade. Ein Printbuch ist auch teurer und nimmt ein ganzes Stück Platz weg, welcher in immer kleiner werdenden Wohnungen dringend benötigt wird.
Ein E- Reader dagegen benötigt keinen großen Platz, nur etwas Strom, um wochenlang E- Books lesen zu können. Damit sind sie momentan die umweltfreundlichste Alternative. Indem meine Figuren ebenfalls elektronisch lesen, möchte ich die Zukunft des digitalen Lesens unterstützen.

In welcher deiner erschaffenen Welten würdest du leben wollen und welche deiner Figuren sollte es wirklich geben?
Ganz klar: Cryptal City. Dort würde ich zum einen sehr gerne leben wollen, weil es in der amerikanischen Großstadt keine Gesetze zu geben scheint und man relativ alles machen kann, was man möchte. Zum anderen wäre es ein halber Albtraum dort zu wohnen, wenn man in eine Intrige eines Einwohners geraten würde...
Meine Figuren sollte es eigentlich alle in Wirklichkeit geben; vom kleinen süßen Bruder bis hin zur mordenden Lehrerin ist ja alles dabei. Gerade in der Realität ist es leider so, dass Kinder und Jugendliche sehr ichbezogen und respektlos sind.
Würden die Jugendlichen und einige Erwachsene aus Cryptal City vom Buch in die Realität katapultiert werden, würde die Welt sicher ein ganzes Stück besser werden.

Wovon leben deine Figuren?
Das Thema Arbeit ist eines der schwierigsten, wenn es um das Schreiben eines Buches geht- schließlich möchte man den Leser nicht mit unwichtigen Details langweilen. Meine Figuren leben in der Regel daher entweder von einem Erbe, gehen einer (Aushilfs-) Tätigkeit nach oder ich lasse es offen. Dadurch können sich Leser nicht nur eigene Dinge ausdenken, ich unterstütze damit auch das fantastische bedingungslose Grundeinkommen. Ein Buch, welches sich fast komplett mit dem Thema Arbeit beschäftigt, ist mein Kurzroman Butler Affairs- Jeder hat ein Geheimnis.

Wie soll es weitergehen?
Momentan bin ich zufrieden mit meiner schriftstellerischen Tätigkeit. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass ich viele weitere Geschichten veröffentlichen kann und sich mehr Menschen für das elektronische Lesen begeistern können.